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In den letzten Tagen geht mir ein Lied nicht mehr aus dem Kopf, dessen Text der jüdische Philosoph Schalom Ben-Chorin verfasst hat. Es lautete: 

Freunde, dass der Mandelzweig
wieder blüht und treibt,
ist das nicht ein Fingerzeig,
dass die Liebe bleibt?

Dass das Leben nicht verging,
so viel Blut auch schreit,
achtet dieses nicht gering
in der trübsten Zeit.

Tausende zerstampft der Krieg,
eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg
leicht im Winde weht.
 

Freunde, dass der Mandelzweig sich
in Blüten wiegt,
bleibe uns ein Fingerzeig,
wie das Leben siegt.

 

Schalom Ben-Chorin hat diesen Text 1942, mitten im 2. Weltkrieg geschrieben, und ich frage mich, wie ein Mensch in einer so dunklen Zeit so voller Hoffnung sein kann? Zwar leben wir hier – Gott sei Dank – nicht im Krieg, aber die täglichen Nachrichten bringen uns Terror, Krieg, Leid und Gewalt mitten in die Wohnzimmer und malen uns vor Augen, wie friedlos unsere Welt immer noch ist, ja wie an anderen nach wie vor Orten gilt: „Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht“.

Da fällt es an manchen Tagen schwer, hoffnungsvoll nach vorne in die Zukunft zu blicken. Aber nicht nur in der großen Welt herrscht Unfriede. Auch in unserem eigenen Leben gibt es oft genug Streit und Hass, Missgunst und Mobbing, oft aus Unverständnis, Angst oder nichtigen Gründen, und da hören und lesen wir: "Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt, ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt ..." und "... wie das Leben siegt". Wie die Liebe und das Leben siegen..., wie kann das sein, gerade dann, wenn wir alles nur noch dunkel sehen, wenn Angst und Sorgen, ja die Frage danach, wie es eigentlich weitergehen soll und was die Zukunft bringen mag, uns viel zu groß erscheinen?

Jedes Jahr feiern wir Ostern. Wir feiern, wie das Leben über den Tod und die Liebe über die Verzweiflung siegen. Wie es wieder Hoffnung und Zukunft gibt, gerade dort, wo alles verloren zu sein schien. Leben kann auch da zurückkommen, wo der Anschein des Todes herrscht. Das ist keine selbstverständliche Einsicht. Sie fehlte den Freunden Jesu. Nach seinem gewaltsamen Tod gaben sie auf. Nur die Frauen aus der Umgebung Jesu kamen zum Grab und machten neue Erfahrungen. Leid, Angst, Unfrieden und Not werden uns im Leben nicht genommen, auch dem Tod bleiben wir immer noch ausgesetzt, aber neues Leben erwartet uns durch und bei Gott, und das zeigt sich für Schalom Ben-Chorin in jeder zarten Blüte, die aufgeht, in jedem Blatt, das austreibt. Er hält an der Hoffnung fest, dass das Leben siegt, und das wünsche ich mir und uns.

 

 

 
 
 
 
Unsere Gottesdienste
 

Sonntag, 27.05.2018

9.30 Uhr Zehren    Gottesdienst mit Taufe       (Pfr. Dreschsler)

14.00 Uhr  Dörschnitz Predigtgottesdienst mit Jubelkonfirmation

Sonntag, 03.06.2018
14.00 Uhr  Zehren          Festgottesdienst mit Jubelkonfirmation

Sonntag, 10.06.2017
09.30 Uhr  Zehren
Gottesdienst mit Taufgedächtnis

14.00 Uhr  Dörschnitz
Gottesdienst mit Taufgedächtnis  

Samstag, 23.06.2018
14.00 Uhr  Lommatzsch
Gemeinsamer Familiengottesdienst mit anschließendem Gartenfest

Sonntag, 24.06.2018
18.00 Uhr   Dörschnitz           Johannesandacht auf dem Friedhof

19.30 Uhr  Zehren                  Johannesandacht mit Bläsern auf dem Friedhof und anschließendem Grillen

  



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