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Auferstehung - kann man daran glauben?

Bereits Matthäus berichtet davon, dass Pilatus und die Tempelpriester das Grab Jesu hätten bewachen lassen. Sie befürchteten, dass "seine Jünger kommen und ihn stehlen und zum Volksagen: Er ist auferstanden von den Toten." (Mt 27, 64) Die Zweifel an der Auferweckung Jesau gab es demnach schon, als sie noch gar nicht erfolgt war. Einige Jahre später betonte Paulus gegen zweifelnde Stimmen in der Gemeinde von Korinth: "Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich." (1. Kor 15, 14) Mit dem Glauben an die Auferstehung Jesu wird aus einer jüdischen Sekte eine neue Religion. Der Glaube an einen gekreuzigten Messias ist für Juden unmöglich, für Christen aber ist es die Grunderfahrung eines beginnenden Weges.

Es geht bei diesem Geschehen nicht um Beweise. Wer sie für sein Glauben - Können verlangt, betritt einen Irrweg. Es geht um ein Zeichen, das im Licht der aufgehenden Sonne am Ostermorgen erstrahlt: Das Grab ist leer und verlassen, der Tod überwunden. Wer diesem Zeichen Glauben schenkt, dem geht die österliche Sonne auf: ihr Licht vertreibt die Verzweiflung, die Angst und die Mutlosigkeit. Alles, was Leben niederdrückt, bleibt im Dunkel der Nacht zurück. Das Licht der Auferstehung vertreibt die Finsternis und mit ihr die Mächte, die sie regiert. Das Christentum wird ausgehend von der Osterbotschaft eine Religion des Lichtes und der Hoffnung: Gott wandte sich im Wirken Jesu den Armen, Geringen und Verachteten zu, um sie zu stärken. Er siegt über den Tod und damit auch über die Lebensfeindlichkeit, die Christus ans Kreuz brachte. Das Licht, das sich in der Osternacht in den dunklen Kirchen von der Osterkerze ausbreitet, ist ein Symbol für seine Kraft.

Die Auferweckung ließ sich durch Wachen nicht verhindern, aber ebenso wenig lässt sie sich durch Beweise bekräftigen. Allein der Glaube bietet sich an, um dieser Wahrheit Raum zu geben. Er folgt einer Einladung: einer Macht zu vertrauen, die stärker ist als alles, was sich dem Leben entgegenstellt, um es zu begrenzen, klein zu halten und zu vernichten. Der Ostermorgen sieht die Wächter schlafend und Gottes Himmel hell. Die Sonne der Hoffnung scheint.

Ein gesegnetes Oster- und Pfingstfest
 
wünscht Ihnen Ihr Pfarrer A. Sureck

 
22.05.2016
Gottesdienst mit Jubelkonfirmation in Zehren
14 Uhr
29.05.2016
Gottesdienst mit Jubelkonfirmation in Dörschnitz
14 Uhr
05.06.2016
Abendmahlsgottesdienst in Zehren
9.30 Uhr

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