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AN(GE)DACHT

Alles hat seine Zeit…

So überschreibt Martin Luther die Gedanken des Prediger Salomo im 3. Kapitel seines Buches. Sie stehen im Alten Testament und sind Teil der weisheitlichen Literatur.

Diese Gedanken umfassen in aller Wechselhaftigkeit der Lebensabschnitte das Auf und Ab der Zeiten. Fast wirken sie etwas fatalistisch. Scheinbar kann der Mensch nichts tun, als das hier zu beschreiben und zu beklagen. Scheinbar gibt es nichts, was wirklich tröstet, stärkt und trägt.

Dabei sieht der Prediger Salomo hinter dem Wandel der Zeiten das Wirken Gottes zum Guten seiner Menschen. Er möchte Mut machen für den zweiten Blick, damit wir genauer schauen, was wirklich trägt, hilft und stärkt. Damit wir erkennen, dass hinter allem Gott selbst steht.

„Alles hat seine Zeit…“ kann so sicherlich auch für uns ein gutes Motto sein, um in der derzeitigen Zeit der Umbrüche und Veränderungen, der Unsicherheiten und Bedrängnisse zu überlegen, was wirklich trägt.

Dabei fällt es derzeit nicht leicht, unbeschwert und fröhlichen Herzens auf den Heiligen Abend hinzuleben und das Weihnachtsfest für die Familie und Freunde vorzubereiten. Noch immer wütet der russische Angriffskrieg in der Ukraine. Im Heiligen Land ist immerhin eine brüchige Waffenruhe eingekehrt. Für beide Kriegsregionen wünschten wir das Ende der Gewalt und einen Weg in eine friedliche Zukunft. Und auch in unserem Land ist nicht immer deutlich, wohin die Entwicklungen gehen.

Das Weihnachtsfest mit der Geburt des Jesuskindes in Bethlehem bringt hier einen neuen Schein der Hoffnung in unsere Welt. Jesus Christus, das Kind in der Krippe, möchte jedem von uns ganz nahe sein – gerade dort, wo es uns schwer ums Herz wird, gerade dann, wenn wir fragen, wie es weitergeht, gerade dann, wenn das Leben dunkel und düster zu sein scheint. In ihm kommt Gott als kleines Kind in einfachsten Verhältnissen in die Welt, und zwar dorthin, wo das Leben schwer ist und leidvoll, dunkel und kalt. Und er bringt neues Licht, neue Hoffnung und neue Liebe zu uns Menschen. Zunächst in den Stall von Bethlehem, aber damit kommen Licht, Hoffnung und Liebe in die ganze Welt und gerade auch zu uns. Es ist das Licht der Lebensfreude gegen die Dunkelheit von Einsamkeit und Depression. Es ist die Hoffnung des Neuanfangs nach Krankheit, Zerstörung, Terror, Krieg und Gewalt. Es ist die Liebe des Miteinanders, die aufbaut, stützt und trägt.

Alles dies und vieles mehr verbindet sich mit dem Kind in der Krippe, mit Jesus Christus. Deshalb wird es auch in diesem Jahr am Heiligen Abend wieder Christvespern mit Krippenspielen geben. Und es werden wieder die bekannten christlichen Weihnachtslieder gesungen.

„Alles hat seine Zeit…“

Ich freue mich darauf mit Ihnen zusammen Weihnachten zu feiern. Schon die Vorfreude darauf strahlt in uns. Sie macht uns Mut, immer wieder neue Schritte zu gehen – Advent für Advent, Weihnachten für Weihnachten, Jahr für Jahr.

Mit dieser Vorfreude kann ich dem Prediger Salomo zustimmen mit seiner Aussage „Alles hat seine Zeit…“.

Im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Kirchenvorstände wünschen wir Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr.

Ihr Pfarrer Dietmar Saft

 

Unsere Gottesdienste in Zehren, Dörschnitz und Striegnitz

 

 

SONNTAG, 8. FEBRUAR 
14.00 Uhr Dörschnitz
Abendmahlsgottesdienst

SONNTAG, 15. FEBRUAR
10.00 Uhr Zehren
Abendmahlsgottesdienst mit Kindergottesdienst im Gemeindesaal

 

 

Sämtliche Gottesdienste auch der Nachbargemeinden finden Sie in den aktuellen Kirchennachrichten.

  



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