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Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Hesekiel 36,26 (Jahreslosung 2017)

„Wie soll das denn gehen?“, frage ich mich. Weil ich weiß, wie schwer es fällt, schon kleine Gewohnheiten zu ändern. Erst recht, einen Neustart zu wagen in den kleinen und großen Bereichen meines Lebens: „Wenn wir nicht völlig umdenken, sieht die Zukunft für nachfolgende Generationen düster aus“, warnen uns besorgte Menschen in Kirche und Gesellschaft.

„Sie kommen um eine Transplantation nicht herum“, muss die Ärztin dem Patienten mit-teilen.

„Unser Kind ist so widerspenstig!“, äußern verzweifelte Eltern.

„Wenn möglich, bitte wenden“, tönt die Stimme aus meinem Navi. Ich bin wohl in falscher Richtung unterwegs.

Deutliche Worte - allen gemeinsam ist, dass sich zeitnah Grundlegendes ändern muss. Dass es sogar lebensnotwendig sein kann. Auch der Prophet Hesekiel hat im Auftrag Gottes klare Ansagen zu machen. Das Volk Israel will diese Worte nicht hören und lehnt sich gegen den Propheten auf. Da hinein macht Gott sein Angebot:

„Ich nehme das Herz von Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch“. (Hes 11,19)

Dieses Schöpfungshandeln nimmt Stefanie Bahlinger in ihrer Grafik in den Blick. Über ein dunkles, abgestorbenes Herz schiebt sich ein blutrotes, lebendiges Herz. Im Hintergrund entdecken wir eine Zielscheibe. Beide Herzen zielen darauf. Doch nur das rote trifft die goldene Mitte. Wer lässt sich schon gerne sagen, dass er am Ziel seines Lebens vorbei schießt? Das ist in der Tat eine Provokation - wenn ein Leben mit Gott eine umfassende Erneuerung meines Denkens, Fühlens, meines ganzen Lebensstils zur Folge hat. Eine Zumutung in einer Zeit, in der Selbstbestimmung und Unabhängigkeit als die erstrebenswerten Ziele gelten.

Um im Bild der Künstlerin zu bleiben: Sünde ist Zielverfehlung. Sie trennt uns von Gott und von Menschen. Doch wir tun uns heute schwer, von Schuld oder gar Sünde zu reden. Umso größer ist unsere Sehnsucht nach Veränderung und Heilsein.

In der goldenen Mitte der Zielscheibe sehen wir ein Kreuz. Das ist der heilsame Ort, an dem sich Himmel und Erde, Gott und Mensch begegnen. In Jesus kommt er mir ganz nah. Nichts kann ihn daran hindern, immer wieder einen Neuanfang mit mir zu wagen. Mit dem Kreuz legt Gott selber den Grundstein für meine Umkehr und Verwand-lung. Mehr noch: für die Neuschöpfung.

„Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

Leben Menschen, die das erkennen, fortan als Heilige? Sie leben als Heilige im Sinne von: sie gehören Gott, der sie heil macht von allem, was sie von ihm trennt.

Wenn ich das erkenne, bleibt nicht alles beim Alten. Das rote Herz streckt sich dem Licht entgegen, wächst in ein neues Leben hinein und wird überstrahlt vom goldenen Streif am rechten Rand. Gold steht für das Ziel meines Glaubens: ewig in der unmittelbaren Gegen-wart Gottes zu leben. Diese Hoffnung lässt es mich aushalten, dass ich meine Erkenntnis und meinen Glauben oft als vorläufig und bruchstückhaft empfinde. Der gute Hirte bringt auch mich immer wieder von falschen Wegen zurück und hin zum Ziel.

Lasse ich mir ein neues Herz und seinen lebendigen Geist schenken - mit der Verheißung und dem Risiko, dass nichts so bleiben muss, wie es ist? Das Wagnis lohnt sich. Es kann mit einem Wort beginnen, dem ich meine Ohren und mein Herz öffne. Schon ein kleiner Stein zieht im Wasser weite Kreise. Wie auch die Linien um die goldene Mitte. Wenn ich mich darin verorte, erlebe ich Veränderung in den großen und kleinen Bereichen meines Lebens. Und darüber hinaus.

Ein gesegnetes Jahr 2017 wünscht Ihnen Ihr

Pfarrer A. Sureck

  

 

Text: Renate Karnstein

 
 
 
 
Unsere Gottesdienste
 



26. Februar – 9.30 Uhr
Abendmahlsgottesdienst in Striegnitz

3. März - 19.00 Uhr
Weltgebetstag der Frauen im Gemeindesaal Zehren

5. März - 9.30 Uhr
Beginn der Bibelwoche mit Abendmahlsgottesdienst in Zehren

18.00 Uhr
Predigtgottesdienst in Dörschnitz

12. März - 10.00 Uhr
Abschluss der Bibelwoche mit
 zentralem Gottesdienst in Lommatzsch

19. März – 9.30 Uhr
Abendmahlsgottesdienst in Dörschnitz

17.00 Uhr
Predigtgottesdienst in Zehren

26. März - 9.30 Uhr
Predigtgottesdienst in Striegnitz

1. April, Samstag – 17.00
Passionskonzert in Zehren

9. April – 9.30 Uhr Abendmahlsgottesdienst in Zehren

18.00 Uhr
Predigtgottesdienst in Dörschnitz

 

 



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