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Meine Stärke und mein Lied ist der HERR,

ER ist für mich zum Retter geworden.

(Monatsspruch Juni / 2. Mose 15, 2)

Stellen sie sich bloß mal vor: da wohnt einer schon lange in seiner Wohnung. Und plötzlich stellt sich heraus, dass die Wohnung fünf Quadratmeter kleiner ist, als er dachte - und wofür er Miete bezahlte. Was würden Sie tun? Würden Sie sagen: Ach, das ist mir der liebe Friede wert, da unternehm ich nichts? Oder klären Sie soetwas? Und: fällt Ihnen das leicht? Nun mag es in so einer Sache noch relativ einfach sein, Gerechtigkeit herzustellen. Doch es gibt auch Situationen, in denen es ungleich viel schwerer ist.

Mir fallen Hans und Sophie Scholl ein - die sogenannte "weiße Rose". Ich denke an Jan Hus und Martin Luther. Sie alle eint, dass sie hingegangen sind und für die Wahrheit einstanden. Wie haben sie das geschafft? Wie kommt es, dass sie in dieser Situation so stark waren? Sie alle wussten darum, dass unser Leben mehr ist, als nur das, was wir so durchlavieren. Sie wussten sich von Gott gehalten - und waren darum in ihrer Stärke. Ähnlich wird es Mose gegangen sein, der von Gott den Auftrag erhielt, vor den Pharao zu treten - obgleich er immer noch steckbrieflich wegen Mordes gesucht wurde. Dort, vor dem Pharao sollte er die Israeliten befreien. Wie mag es ihm ergangen sein? Nun, nicht anders als Hus, den Geschwistern Scholl oder Luther. Er ging hin und tat das, was Gott ihm gesagt hatte. Er konnte das tun, weil er in der Stärke war, weil GOTT seine Stärke war.

Und als Mose erleben durfte, dass dieses Einstehen vor Pharao sogar etwas bewirkte, da konnte er gar nicht anders, da musste er singen. Auch Luther hat sein Leben lang viel gesungen, weil ihm der Mund überlief. Sie sangen, weil Gott sie ganz erfüllt hat. Gott war für sie zum Retter geworden. Wenn wir in der Kirche gern und viel singen, dann klingt das zunächst für Menschen unserer Zeit ungewohnt. Es wird aber stimmig, wenn sie spüren: die Christen sind in ihrer Kraft, weil Gott ihre Kraft ist. Deshalb singen sie davon.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in den Herausforderungen Ihres Lebens sich immer wieder von Gott gehalten wissen - und auf diese Weise in Ihrer Kraft sind. Dann können wir vielleicht auch gar nicht anders, dann stimmen wir ein Lied an.

Einen schönen Sommer wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Andreas Sureck

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Paulus gegen zweifelnde Stimmen in der Gemeinde von Korinth: "Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich." (1. Kor 15, 14) Mit dem Glauben an die Auferstehung Jesu wird aus einer jüdischen Sekte eine neue Religion. Der Glaube an einen gekreuzigten Messias ist für Juden unmöglich, für Christen aber ist es die Grunderfahrung eines beginnenden Weges.

Es geht bei diesem Geschehen nicht um Beweise. Wer sie für sein Glauben - Können verlangt, betritt einen Irrweg. Es geht um ein Zeichen, das im Licht der aufgehenden Sonne am Ostermorgen erstrahlt: Das Grab ist leer und verlassen, der Tod überwunden. Wer diesem Zeichen Glauben schenkt, dem geht die österliche Sonne auf: ihr Licht vertreibt die Verzweiflung, die Angst und die Mutlosigkeit. Alles, was Leben niederdrückt, bleibt im Dunkel der Nacht zurück. Das Licht der Auferstehung vertreibt die Finsternis und mit ihr die Mächte, die sie regiert. Das Christentum wird ausgehend von der Osterbotschaft eine Religion des Lichtes und der Hoffnung: Gott wandte sich im Wirken Jesu den Armen, Geringen und Verachteten zu, um sie zu stärken. Er siegt über den Tod und damit auch über die Lebensfeindlichkeit, die Christus ans Kreuz brachte. Das Licht, das sich in der Osternacht in den dunklen Kirchen von der Osterkerze ausbreitet, ist ein Symbol für seine Kraft.

Die Auferweckung ließ sich durch Wachen nicht verhindern, aber ebenso wenig lässt sie sich durch Beweise bekräftigen. Allein der Glaube bietet sich an, um dieser Wahrheit Raum zu geben. Er folgt einer Einladung: einer Macht zu vertrauen, die stärker ist als alles, was sich dem Leben entgegenstellt, um es zu begrenzen, klein zu halten und zu vernichten. Der Ostermorgen sieht die Wächter schlafend und Gottes Himmel hell. Die Sonne der Hoffnung scheint.

Ein gesegnetes Oster- und Pfingstfest
 
wünscht Ihnen Ihr Pfarrer A. Sureck

 


02.07.2016
Predigtgottesdienst auf dem Pfarrhof in Leuben, anschl. Grillen
18.00 Uhr
 
10.07.2016
Predigtgottesdienst in Neckanitz, anschl. Kirchenkaffee
14.00 Uhr
 
 
17.07.2016
Predigtgottesdienst in Dörschnitz, anschl. Kirchenkaffee
14.00 Uhr
 
 
24.07.2016
Predigtgottesdienst in Zehren, anschl. Brotbacken und Grillen
18.00 Uhr
 
 
31.07.2016
Predigtgottesdienst in Planitz, anschl. Mittagessen
09.30 Uhr
 

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