Herzlich willkommen

auf der Web-Seite unserer Kirchgemeinde!

AN(GE)DACHT

 UNSERE SEHNSUCHT (Gedanken zum Monatsspruch Juli '22)

"Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott." Psalm 42,3

Psalmen sind Lieder, die Gott und sein Wirken besingen, ihn loben, ihm antworten, ihn bitten, vor ihm klagen, die Sehnsucht nach ihm benennen, mit anderen Worten: Es geht immer um die Beziehung zu Gott. Eine Gottesbeziehung kann sehr unterschiedlich aussehen. Wir Menschen sind verschieden. Und wir machen auch verschiedene Phasen und Zeiten durch. Natürlich gibt es Menschen, für die Gott keinerlei Rolle spielt, die nicht glauben können oder wollen, dass es ihn überhaupt gibt. Wenn diese Menschen darüber nachdenken, was in unserer Welt so geschieht, die Pandemie, welche kein Ende finden will oder noch schlimmer der Krieg in der Ukraine, oder sich ihr persönliches Schicksal ansehen oder das Schicksal anderer, dann können sie höchstens sagen und fragen – ernsthaft, resigniert, gleichgültig, oft aber auch spöttisch: Wo ist denn da Gott? – Und die Gläubigen stehen da – ohne Antwort auf diese Frage.

Wenn über Gott so gesprochen oder gespottet und gelästert wird, dann tut das Menschen, denen Gott wichtig geworden ist, in der Seele weh, aber man kann diesem Spott in der Regel wenig entgegnen.

Dann gibt es Menschen, die davon ausgehen, dass es Gott gibt und die daran glauben. Aber Gott ist ja irgendwo im Himmel, d.h. ziemlich weit weg. Solange er den Menschen zukommen lässt, was sie brauchen, ist alles in Ordnung. Vielleicht machen diese Glaubenden die Erfahrung, dass Beten etwas Gutes ist, hilft, beruhigt und Kraft gibt. Auch ein Gottesdienst kann so richtig gut tun. Aber Gott ist da nicht zuallererst ein ganz persönliches Gegenüber, der liebende Vater, mit dem man ständig in Kontakt ist, sondern eher so etwas wie ein Schicksal oder Geheimnis, vielleicht auch Prinzip: Übermächtig, fremdartig, nicht zu verstehen, trotzdem meist hilfreich.

Und schließlich gibt es so etwas, was wir hier in Psalm 42 finden: Eine tiefe Sehnsucht nach Gott. Ja, das ganze Leben ein einziger Durst, ein einziger Schrei nach Gott: „Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.“ Wir merken: Hier geht es nicht um Gott als ein „Es“ oder ein Prinzip oder Schicksal. Hier geht es auch nicht nur um persönliche Erlebnisse mit Gott, dass man „etwas“ von Gott bekommt, dass mal ein Gebet erhört wird usw. Sondern hier geht es um viel mehr. Hier ist Unruhe, hier sind Tränen und Schreie und ein leidenschaftliches Verlangen. Eine tiefe Sehnsucht nach dem lebendigen Gott.

Ohne ihn geht es nicht mehr! Das Leben ist nicht mehr zu ertragen, wenn Gott sich nicht bald zeigt! Dieser Psalm ist wie ein Schrei. Jedenfalls werden hier dem Schreien einer Seele und den inneren Auseinandersetzungen eines Menschen Worte und Töne gegeben.

Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue? Hätten wir diesen Mut, so zu beten? Ist das nicht zu viel verlangt? Gottes Angesicht schauen? Gott in die Augen schauen? Ich will und muss jetzt zu Gott kommen und vor ihm sein!

Gott lässt sich finden von denen, die ihn suchen. Von denen, die ihn tiefer suchen, lässt er sich tiefer finden. Je schlimmer jemand unter der Ferne Gottes leidet, desto näher darf er ihm kommen. Je trauriger jemand ist, weil Gott so weit weg zu sein scheint, desto größere Freude wartet auf ihn. Je länger jemand Gott sucht, desto beständiger und inniger wird seine Gottesbeziehung sein. Die Sehnsucht nach Gott – das kann die qualvollste Sehnsucht eines Menschen sein, aber sie hat die größte Verheißung und findet die größte Erfüllung. Einen schönen Sommer wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Andreas Sureck

 

 

Herzliche Einladung:

 

Bautätigkeiten in Dörschnitz

Endlich ist es soweit. Nach langer Vorbereitung haben die Bauarbeiten an der Dörschnitzer Kirche begonnen. Wie bereits früher berichtet, wird der Außenputz des Turmes erneuert. Zugleich wird sich im Kirchenschiff einiges verändern. In die Kirche wird eine Toilette eingebaut und unter der Orgelempore wird ein Mehrzweckraum errichtet, der unter anderem als Winterkirche dienen kann.

Die Bauarbeiten werden sich eventuell bis in das neue Jahr ziehen. Bis dahin sind die Dörschnitzer zu den Gottesdiensten nach Striegnitz eingeladen. Solange die Kirche nicht genutzt werden kann, werden kirchliche Trauerfeiern in der Trauerhalle auf dem Dörschnitzer Friedhof abgehalten. Erfreulicherweise liegen die Angebote der Baufirmen trotz der Teuerung im Bausektor im Rahmen der Planung. Auch wenn ein großer Teil der Bausumme von der Landeskirche übernommen wird und wir außerdem über das Leader-Programm mit rund 93.000 Euro gefördert werden, müssen wir als Kirchgemeinde einen Eigenanteil aufbringen. Wir bitten Sie darum ganz herzlich um Ihre Spende, damit der Bau zu einem guten Ende gebracht werden kann.

Ihr Pfarrer Andreas Sureck

 

Unsere Gottesdienste in Zehren, Dörschnitz und Striegnitz

 

SONNTAG, 12. JUNI
9.30 Uhr Zehren
Abendmahlsgottesdienst mit
Kindergottesdienst und Einsegnung der Jubelkonfirmanden

SONNTAG, 19. JUNI
9.30 Uhr Striegnitz
Abendmahlsgottesdienst

FREITAG, 24. JUNI
Johannestag
18.00 Uhr Dörschnitz
Andacht auf dem Friedhof

19.30 Uhr Zehren
Andacht mit Bläsern auf dem Friedhof, im Anschluss Grillen

SONNTAG, 3. JULI
9.30 Uhr Zehren
Lesegottesdienst


14.00 Uhr Striegnitz
Gottesdienst

SONNTAG, 17. JULI
Sommer der Begegnung
14.00 Uhr Striegnitz
Gottesdienst mit anschließendem Kaffeetrinken

SONNTAG, 24. JULI
Sommer der Begegnung
17.00 Uhr Zehren Gottesdienst mit Kindergottesdienst und anschließendem Grillen

SONNTAG, 14. AUGUST
Sommer der Begegnung
14.00 Uhr Dörschnitz Gottesdienst an der Baustelle mit anschließendem Kaffeetrinken

SONNTAG, 21. AUGUST
Sommer der Begegnung
9.30 Uhr Zehren Gottesdienst mit Taufe und anschließendem Kirchenkaffee

SONNTAG, 28. AUGUST
14.00 Uhr Striegnitz Familiengottesdienst mit Kindermusical

 

Sämtliche Gottesdienste unseres Schwesternkirchverhältnisses finden Sie in den aktuellen Kirchennachrichten.

  



zu den Veranstaltungen und Gottesdiensten