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Die Weihnachtsbotschaft mit Hindernissen


Während diese Zeilen geschrieben werden, bereitet sich Deutschland auf den nächsten Lockdown vor. Waren im Frühjahr unsere Ostergottesdienste betroffen, sehen wir jetzt das Weihnachtsfest in Gefahr. Können die gewohnten Christvespern stattfinden? Wie sollen Krippenspiele eingeübt werden? Wie kann das überhaupt ein fröhliches Fest werden, wenn es so umfangreiche Kontaktbeschränkungen auch für Familien gibt?


Fragen über Fragen, die keiner mit Gewissheit beantworten kann. Gewohnte Sicherheiten gehen verloren. Dabei hatten wir im Sommer gehofft, dass sich alles normalisieren wird. Stattdessen scheint es nun eine Wiederholung zu geben.

Doch schauen wir einmal auf die erste Weihnacht, die Nacht vor rund 2000 Jahren. Da war nichts zu sehen von einem behaglichen Familientreffen. Statt dessen ein schwangeres Mädchen auf der Straße. Da wurden keine Plätzchen gebacken, Spekulatius und Pfefferkuchen fehlten. Auch wenn es kein Beherbergungsverbot gab, eine vernünftige Unterkunft ließ sich nicht finden. Und der Stall war, was er war – ein Stall: Kalt, schmutzig und unhygienisch. Da war nichts zu spüren von Romantik im Kerzenschein. Auch später kehrte keine Ruhe ein. Das Paar mit dem Gotteskind wurde zu Flüchtlingen und musste nach Ägypten fliehen. Und wie die Geschichte mit dem Kind endete, wissen wir alle. Dreißig Jahre später haben die Menschen Jesus hingerichtet. Und doch hat Gott diese Geschichte gut ausgehen lassen, hat die Unvernunft, den Hass und den Egoismus der Menschen in einen Sieg für uns verwandelt. Aus einem denkbar schlechten Anfang konnte Gott das Beste für uns machen.


Wenn wir uns das vor Augen führen, dann gelingt es uns vielleicht auch, die eigene Situation ins rechte Licht zu rücken. So stark die Einschränkungen auch sein mögen, unsere Situation bleibt erträglich. Unsere Großeltern haben da schon viel Schlimmeres mitmachen müssen.
Nutzen wir diese Adventszeit und das Weihnachtsfest dazu, darüber zu sinnieren, was die Geburt Jesu für uns – über den Gänsebraten hinaus –bedeutet. Erinnern wir uns an das, was Jesus uns vorgelebt hat, dass wir als Gotteskinder Geschwister sind, dass wir eine Aufgabe füreinander haben. Nämlich dem Mitmenschen eine Schwester, ein Bruder zu sein, sich für ihn einsetzen, seine Bedürfnisse sehen und mindestens genauso hoch zu achten wie die eigenen. Nicht immer versuchen, das eigene Schäfchen ins Trockene zu bringen, wie die die jetzt schon wieder anfangen Toilettenpapier und Nudeln zu hamstern. Das Leben in seiner Nachfolge spricht selbst eine deutliche Sprache: Wer einmal erfahren und gespürt hat, wie froh das macht, uneigennützig zu helfen, ohne Vorurteile einem anderen die Hand zu reichen, das Gute zu tun, das ich eigentlich gar nicht schuldig war..., der weiß eines sicherer als alles: Ein solches Leben ist sinnvoll und recht vor Gott.


Der Christbaumschmuck und die Räucherkerzen gehören zu unseren schönen Traditionen, aber sie machen Weihnachten nicht aus. Dass Gott in unsere zerrissene und zerstrittene Welt kam und uns gezeigt hat wie wir leben sollen, leben können – das ist wesentlich für das Fest.


Und so wünsche ich Ihnen im Namen aller unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr.


Ihr Pfarrer Andreas Sureck

 

 

Unsere Gottesdienste in Zehren

SONNTAG, 29. NOVEMBER
1. Advent
9.30 Uhr Gottesdienst mit Einführung des neuen Kirchenvorstandes in Zehren
 

SONNTAG, 6. DEZEMBER
9.30 Uhr Abendmahlsgottesdienst

 

SONNTAG, 13. DEZEMBER
17.00 Uhr Adventsmusik

 

DONNERSTAG, 24. DEZEMBER
17.00 Uhr Christvesper

 

SAMSTAG, 26. DEZEMBER

17.00 Uhr Singegottesdienst

 

DONNERSTAG, 31.DEZEMBER
17.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

 

SONNTAG, 10. JANUAR
9.30 Uhr Predigtgottesdienst im Gemeindesaal

 

SONNTAG, 24. JANUAR
9.30 Uhr Gottesdienst im Gemeindesaal

 

SONNTAG, 7. FEBRUAR
9.30 Uhr Abendmahlsgottesdienst im Gemeindesaal

 

SONNTAG, 21. FEBRUAR
9.30 Uhr Predigtgottesdienst im Gemeindesaal

 

Der Gottesdienst- und Veranstaltungsplan gilt vorbehaltlich der Auflagen der Corona-Pandemie.

Vorinformation zum Heiligen Abend in Zehren


 

Sämtliche Gottesdienste unseres Schwesternkirchverhältnisses finden Sie in den aktuellen Kirchennachrichten.

  



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