Herzlich willkommen

auf der Web-Seite unserer Kirchgemeinde!

AN(GE)DACHT

Der Bauer, der im Frühjahr sein Feld einsät, sät auf Hoffnung hin. Er kann gar nicht anders, denn er weiß nicht, was das Jahr ihm an Sonne und Regen, an guten oder schlechten Wachstumsbedingungen bringen wird. Er sät in der Hoffnung, dass er später genug Ertrag einbringen kann, um sich und seine Familie zu ernähren. Wir kennen das. Das Prinzip Hoffnung, es ist gerade, aber nicht nur den Landwirten oder passionierten Gärtnern unter uns wohlbekannt. Im Grunde genommen leben wir alle unser Leben auf Hoffnung hin. Wir machen eine Ausbildung oder studieren in der Hoffnung, daraufhin auch einen guten Arbeitsplatz zu bekommen. Wir bauen ein Haus in der Hoffnung, dort einmal eine bleibende Heimat für die Familie zu schaffen. Wir lassen uns trauen in der Hoffnung, dass die Ehe hält, bis der Tod uns scheidet. Wir erziehen unsere Kinder in der Hoffnung, dass aus ihnen lebenstüchtige und verantwortungsbewusste Menschen werden. Wir gehen zur Vorsorgeuntersuchung in der Hoffnung, unsere Gesundheit und damit unser selbstbestimmtes Leben so lange wie möglich zu erhalten. Wir leben auf Hoffnung hin. Das heißt nicht, dass wir blauäugig in die Zukunft sehen. Besonders jetzt nicht, da das Corona-Virus alle Bereiche unseres Lebens beeinflusst. Wir wissen, dass wir in einer mobilen, um nicht zu sagen in einer unsteten Gesellschaft leben, dass unsere Kinder irgendwann ganz eigene Wege gehen und schließlich, dass Gesundheitsvorsorge keine Garantie für ein langes Leben ist.

Unsere Hoffnung als Christen ist nicht blauäugig, eher trotzig und verwegen. Und genauso finden wir sie in der gesamten biblischen Überlieferung wieder. Nahezu überall, wo in der Bibel von Hoffnung die Rede ist, wird sie beschrieben, empfohlen oder gelobt im Gegenüber zu all dem, was uns die Hoffnung rauben will: im  Gegenüber zur Angst, zum Seufzen, zur Trauer, zur Erfahrung der Vergänglichkeit, zum Tod. Die Hoffnung der Bibel ist kein bunter Luftballon, sprich: viel heiße Luft, sondern sie ist eine geerdete, verwurzelte Hoffnung. Sie wurzelt im Glauben an den „Gott der Hoffnung“, wie Paulus ihn nennt (Römer 15,13). Im Vertrauen auf ihn findet Paulus die Zuversicht nicht nur für die Schöpfung insgesamt, für die er gegen allen Augenschein auf Erlösung hofft, sondern auch für jedes einzelne Menschenleben in der Spannung zwischen der Erfahrung der Vergänglichkeit und der Hoffnung auf  ewiges Leben.

Es ist allerdings eine Hoffnung, das weiß Paulus auch,  die nicht mathematisch berechnet und bewiesen  werden kann. Man sieht sie nur, so Paulus im Brief an die Gemeinde in Ephesus, mit den „Augen des Herzens“ (Epheser 1,18). Das heißt, die Hoffnung ist uns nicht jederzeit ersichtlich. Sie will vielmehr erspürt und aufgedeckt werden mit unserem Vertrauen in Gottes gute Wege für jede und jeden.

Ich wünsche uns, dass wir gerade in diesen ungewissen und unruhigen Zeiten mit dieser Hoffnung leben können.


Ihr Pfarrer Andreas Sureck

 

 

 

Unsere Gottesdienste in Zehren, Dörschnitz und Striegnitz


SONNTAG, 13. JUNI
9.30 Uhr Bläsergottesdienst zur Jahreslosung in Zehren

SONNTAG, 24. Juni
18.00 Uhr Andacht auf dem Friedhof in Zehren

19:30 Andacht mit Bläsern auf dem Friedhof in Dörschnitz

SONNTAG, 27. JUNI
19.30 Uhr Gottesdienst mit Kindergottesdienst in Zehren

SONNTAG, 18. JULI
9.30 Uhr (Abendmahls)gottesdienst in Zehren

9.30 Uhr Bläsergottesdienst zur Jahreslosung in Dörschnitz

SONNTAG, 01. AUGUST
Sommer der Begegnung
14.00 Uhr Gottesdienst mit anschließendem Kirchenkaffee in Dörschnitz

SONNTAG, 22.AUGUST
Sommer der Begegnung
14.00 Uhr Gottesdienst mit anschließendem Kirchenkaffee in Dörschnitz

SONNTAG, 29.AUGUST
Sommer der Begegnung
17.00 Uhr Abendgottesdienst mit Kindergottesdienst und anschließendem Grillen in Zehren

 

 

Der Gottesdienst- und Veranstaltungsplan gilt vorbehaltlich der Auflagen der Corona-Pandemie.

 


 

Sämtliche Gottesdienste unseres Schwesternkirchverhältnisses finden Sie in den aktuellen Kirchennachrichten.

  



zu den Veranstaltungen und Gottesdiensten